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Unsere Schlafhöhle – hier schlafen alle gut

Wir schlafen alle zusammen in einem Bett.

„Habt ihr denn da alle Platz?“

Ja haben wir und es ist soooo toll.

Wie ihr schon gemerkt habt, schreibe ich über unser Familienbett. Es ist nicht für alle Familien das Richtige. Bei uns jedoch passt es und fühlt sich gut an.

In der ersten Schwangerschaftn haben wir ein Kinderzimmer eingerichtet. In dem Zimmer hat unsere Tochter jedoch nie geschlafen. Erstmal war es so gedacht, dass sie die erste Zeit bei uns schläft, da es mir das nächtliche Stillen erleichtert und ich nicht dazu aufstehen muss. Klingt logisch. War geplant und wurde gemacht. Es kam aber noch etwas viel Wichtigeres dazu als das Mäuschen erstmal da war: ich wollte sie ja gar nicht weit weg von mir haben. Ich habe schnell gemerkt, wie sie ruhig ist, wenn sie nah bei mir ist und das auch nachts. Das ist ja das instinktive Bestreben des Überlebens. Ich bin nunmal die Person die dafür, durch das Stillen, sorgt.

Und auch ich war beruhigter so schnell auf die Bedürfnisse des kleinen Menschleins einzugehen, da reichte manchmal auch eine sanftes Streicheln oder das ich meine Hand auf ihren Bauch legte und sie schlief weiter.

Nach dieser romantischen Vorstellung, die sich wirklich so ergab, möchte ich euch aber auch von unseren ersten Tagen berichten, in denen unser Schatz in der Nacht neben uns schlief. Erzählungen von Freundinnen bestätigen diese Erfahrung und ich mag euch ermutigen diese Zeit zu überstehen.

Also, da war sie nun, unser Mädchen. Sie lag mal ganz still schlafend in meinem Arm, auf dem Bauch von Papa oder auch in unserer Schlafstätte. Anfänglich haben ja die kleinen Mäuse noch gar keinen Tag- / Nachtrhythmus. Als wir uns dann den ersten Tag zur Nachtruhe legen wollten, war unserem Mäuschen grad nicht nach Schlafen. So erinnerten wir uns an den Erfahrungsbericht von sehr guten Freunden und schliefen nun auch, wenn unser Baby schlief und waren wach, wenn sie es war. So weit so gut. Nun wollten wir schlafen, aber konnten es nicht. Irgendwie war es so laut. Ja, dass Baby war ‚laut‘. Ich lag nun da und dachte ‚So kann ich nicht schlafen‘. Das zog ich paar Tage so hin. Es war einfach noch jemand weiteres im Raum. Jahrelang war ich es gewohnt, mit nur einer Person das Bett zu teilen. Und diese Person lag ruhig neben mir und selbst den Atem hörte ich nicht immer. Aber nun lag da noch jemand anderes neben mir, die laut atmete, schniefte, röchelte. Trotzdem schlief ich ja ein, aber war immer in Lauerstellung. Meine Hebamme damals ‚aufmunterne‘ Worte: „Beim nächsten Kind stören euch die Geräusche nicht mehr, dann könnt ihr immer schlafen.“

Wie recht sie hatte.

Gut, dass half uns nur bedingt, aber sie meinte weiter, dass es eine Gewöhnung erfordert. Und dem war auch so. Wir haben nicht nur was das Schlafen angeht, sondern auch unseren Tagesablauf, so zwei Wochen gebraucht bis wir aufeinander eingespielt waren. Das Mäuschen hatte dann auch einen für nuns guten Rhythmus und schlief viele Stunden während auch wir schliefen, also nachts. Das Stillen war so sehr schön und einfach, da ich sie nur anlegen brauchte, ohne das ich aufstehen musste, oder das mein Baby richtig wach wurde.

Die Erfahrung zeigte, we gut es für uns war, sodass wir es so auch beim zweiten Baby gemacht haben. Noch vor der Geburt unseres Sohnes haben wir aber das Bett vergrößert und noch eine Matratze rangelegt. Jeder hat nun so Platz, ohne die Gefahr gleich aus dem Bett zu fallen. Allerdings schaffen die zwei es schon den meisten Platz einzunehmen. Ich habe aber bei Gesprächen mit anderen Eltern, die auch mit Babys und Kindern in einem Bett schlafen, erfahren, dass es bei ihnen auch so ist. Die Hauptsache ist, dass sich alle wohlfühlen und gut schlafen können.